Versicherungsvermittler, -berater, -makler und -vertreter.

Für viele Menschen in Deutschland sind die wichtigen Unterschiede der Begriffe “Versicherungsvertreter” und “Versicherungsmakler” unklar. Zudem gibt es auch noch das rechtlich klar abgegrenzte Berufsbild des Versicherungsberaters.

Gemeinsam ist, dass alle Daseinsformen sich mit der Beratung von und zu Versicherungen beschäftigen. Verträge vermitteln aber nur die beiden erstgenannten.

Versicherungsvertreter

Der Versicherungsvertreter – und das kann man schon am Namen erkennen – vertritt eine (oder als “Mehrfachagent” eben zwei oder mehr) Versicherung (en).

Er kann bei einer Versicherungsgesellschaft angestellt sein, oder – so ist es mehrheitlich – auf Provisionsbasis – als “Handelsvertreter” von einer Versicherung beauftragt sein.

Auch Angestellte von Banken oder Sparkassen sind in der Regel Versicherungsvertreter, da Banken oft mit einer Versicherung Vermittlungsvereinbarungen haben. Als Beispiele sind hier zum Beispiel die Sparkassen in Sachsen-Anhalt (Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt und Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt), die Sparkassen Sachsen (Sparkassen-Versicherung Sachsen ) zu nennen. In Thüringen vermitteln die ansässigen Sparkassen für die SV Sparkassenversicherung Holding, die auch in anderen Bundesländern Partner der lokalen Sparkassen ist.

Bei den Privatbanken sind z.B. die Deutsche Bank mit Zurich Deutscher Herold, die Commerzbank (Allianz) und die Postbank (Postbank Versicherungen) beispielhaft zu nennen. Manchmal wird auch der Versicherungspartner gewechselt. Bis vor einigen Jahren vermittelte die Commerzbank zum Beispiel bis 2009 exklusiv für die Generali Versicherung.

Allen Vertretern gemein ist, dass sie per Gesetz, per Vertrag und aus Sicht der Rechtssprechung im Auftrag und im Interesse der jeweiligen Versicherung handeln.

Versicherungsmakler

Auf der anderen Seite, nämlich auf der Seite des Kunden, finden sich die Versicherungsmakler und die Versicherungsberater. Hier ist die Rechtslage eine andere. Die beiden genannten werden vom Kunden beauftragt und sind nur diesem verpflichtet.

1985 hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Stellung des Versicherungsmaklers maßgeblich präzisiert, indem er im so genannten “Sachwalterurteil” klargestellt hat, dass der Versicherungsmakler eindeutig im Auftrag des Kunden und somit dem Versicherungsunternehmen gegenüber stehend, handelt. Das ist ein sehr wichtiger Grund, warum wir als Makler tätig sind!

  • Folgend steht der Makler bezüglich der zu vertretenden Interessenlage auch dem Vertreter gegenüber.

Makler können in der Regel Verträge einer großen Anzahl von Versicherungsunternehmen vermitteln. 

Mehr dazu hier: Unsere Partnergesellschaften

Seit 2008 kann jeder die Rechtsstellung eines Vermittlers einfach prüfen, indem man diese auf folgender Seite der IHK (https://www.vermittlerregister.info/recherche) abfragt.

Gemeinsam haben Vertreter und Makler, dass sie Versicherungsverträge vermitteln, betreuen und dazu beraten.

Die Beratung wird jedoch “nur” als Nebenleistung der Vermittlung angesehen. Die Vermittlungstätigkeit generiert in Form von Provisionen, bzw. Courtagen Umsatzerlöse – und letztlich das Einkommen der Versicherungsvermittler.

Was macht nun der Dritte im Bunde, der Versicherungsberater?

Zunächst kann man abgrenzend klar sagen, dass ein Versicherungsberater keine Verträge vermittelt.

Seine Aufgabe ist die reine Beratungstätigkeit gegen Honorar. Zur Anwendung kommt das zum Beispiel, wenn man in einem Schadenfall fachlich versierten Beistand benötigt, um seine Ansprüche gegen eine Versicherung durchzusetzen. Die Tätigkeit ist nahe an der eines spezialiserten Anwaltes und wird auch als Rechtsdienstleistung angesehen.

Viele Versicherungsmakler (auch wir) kooperieren im Interesse des Kunden mit geeigneten Versicherungsberatern.

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Information nach §15 Versicherungsvermittlungsverordnung – VersVermV zum Download als PDF