Lösungsansätze für Betriebe der Pflegebranche in der Coronakrise

In der derzeitigen „Corona-Krise“ machen sich viele Inhaber und PDL von Tagespflegeeinrichtungen, Pflegediensten usw. Gedanken und sorgen sich um die Zukunft Ihrer Einrichtung.

Viele beschäftigen Fragen wie z.B.:

  • Was kann ich tun, um mein Geschäft bzw. meine Firma zu sichern?
  • Bekomme ich steuerliche Hilfe vom Finanzamt?
  • Welche Unterstützung kann meine Einrichtung / mein Betrieb / meine Firma bekommen?

Hier finden Sie wertungsfrei eine lose Sammlung von Ideen, Links und Lösungsansätzen, die nach und nach erweitert wird. Sehr gerne nehme ich weitere Tips mit in die Liste auf.

Kontaktaufnahme und Klärung

sollten selbstverständlich zunächst

  • mit Ihrem Vertragspartner und
  • mit Ihrem regional zuständigen Verband

erfolgen.

Schließung an Pflegekasse und zuständiges Gesundheitsamt melden:

Link zum Gesamtverband der Paritätischen

Die gute Nachricht:

Hier der Link zum obigen Bild vom Bundesgesundheitsministerium

weitere Möglichkeiten:

Kurzarbeitergeld:

Wenn Ihre Einrichtung derzeit nicht ausgelastet ist, können Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit Antrag auf Kurzarbeit stellen.

Aufgrund der Krise sind die Regelungen stark vereinfacht worden

(Link zum Bundesfinanzministerium)

(Link zur Arbeitsagentur)

Liquidität freisetzen mit Mietkaution / -bürgschaft

Sehr häufig werden Objekte wie TP, Büros oder Heime gemietet. In der Regel wird dazu „Bargeld“ bei einer Bank hinterlegt. Diese Liquidität können Sie nicht nutzen, obwohl Sie diese vielleicht gerade dringend bräuchten.

Auch oft gewählt: die Bank gibt ein so genanntes „Mietaval“ heraus. Da es ein Eventualkredit ist, der zwar nicht in Anspruch genommen ist, aber jederzeit werden könnte, muß ihn jede Bank so behandeln, als hätten Sie den vollen Betrag als Kredit in Anspruch genommen. Folgend sinkt Ihre Bonität, sie bekommen möglicherweise schlechtere Konditionen, Ihre Bilanz aus Sicht jeder Bank oder Leasinggesellschaft wird „rot“.

Die Lösung kann hier Kautionsversicherung sein. Versicherer „ticken“ anders als Banken, bzw. haben ein anderes System. Folgend zahlen Sie eine Versicherungsprämie und Ihre Bonität und/oder Liquidität wird besser!

Fra­gen und Ant­wor­ten zum Mil­li­ar­den-Schutz­schild für Deutsch­land:

(Link zum Bundesfinanzministerium) 

Welche Soforthilfen gibt es für Selbstständige und kleine Unternehmen?

(Link zur Zusammenstellung des BVMW)

Kann mich meine Bank unterstützen?

Ein Bankgespräch ist in Anbetracht der Lage mit Sicherheit eine gute Idee -lieber früher als später.

Vielleicht kann Ihnen Ihre Bank einen höheren Kontokorrent einräumen oder anderweitig Liquidität bereitstellen. (z.B. kann er bei der Beschaffung von staatlichen Geldern ggf. behilflich sein)

Tip: Bereiten Sie sich vor. Banker lesen sehr gerne BWA´s. Besorgen Sie sich Ihre aktuellen Zahlen, besprechen Sie diese mit dem Steuerberater! Betonen Sie den langfristigen Bedarf und die zukünftigen geschäftlichen Chancen im Bereich der Pflege! 

Der Bankmitarbeiter muß eine Kreditvergabe immer begründen und braucht seinem Vorgesetzten gegenüber möglichst viele positive Argumente. Liefern Sie diese!

Tip am Rande und unabhängig von der jetzigen Krise: viele Unternehmer verlassen sich in der Praxis oft nur auf eine einzige Bankverbindung. Prüfen Sie, ob evtl. eine Zweit- oder sogar Drittbankverbindung für Sie sinnvoll ist. 

Banken und deren Mitarbeiter bewerten häufig Branchen und Betriebe sehr unterschiedlich.

Damit besteht die Gefahr einer Abhängigkeit. Falls das bei Ihnen auch der Fall ist, empfehle ich Ihnen, sich baldmöglichst um eine weitere Bankverbindung zu kümmern. Im Ergebnis haben sie damit quasi immer eine bessere Verhandlungsposition!

Kann mir das Finanzamt helfen?

Vermutlich ja! Es sind bereits Erleichterungen beschlossen worden:

  • Stundung von Steuerzahlungen
  • Senkung von Vorauszahlungen
  • Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem zuständigen Finanzamt! 

(Link zum BMF für mehr Infos) 

Neue Beschäftigungs- / Geschäftsideen

In jeder Krise steckt bekanntlich auch immer eine Chance! Durch die Verwerfungen in der ganzen Wirtschaft und Gesellschaft entstehen neue Bedürfnisse. Sein Sie kreativ!

Hamburger Taxifahrer organisieren zum Beispiel einen Einkaufs-Bringdienst, um ihre stark verringerte Auslastung zu kompensieren, Spirituosenhersteller stellen auf die Produktion von Desinfektionsmitteln um und ich habe von einem Automobilzulieferer gehört, der statt Innenverkleidungen jetzt Atemschutzmasken herstellt und von einem auftragslosen Messebauer, der jetzt Plexiglasscheiben für Apotheker herstellt.

Ich habe auch von Kooperationen in der Form gehört, dass unbeschäftigte Mitarbeiter von TP Mitarbeiter in einem Krankenhaus oder Altenheim unterstützen. Andere konnten die Möglichkeit nutzen, dass Mitarbeiter im angeschlossenen ambulanten Pflegedienst eingesetzt werden.

Fragen Sie sich: was brauchen die Menschen jetzt dringend? Wo gibt es Mangel bzw. Bedarf? Sein Sie kreativ und mutig!

Ich habe eine Betriebsschließungsversicherung – zahlt diese jetzt bei Schließung meines Betriebes wegen Corona?

Vom Ursprung her ist diese Versicherung darauf ausgelegt, Ihnen eine tägliche Entschädigung  für einen bestimmten Zeitraum – z.B. 14 Tage- zu zahlen, wenn Ihr Betrieb wegen einer behördlich angeordneten Schließung (z.B. durch das Gesundheitsamt) nicht mehr öffnen darf. 

Ein klassischer Fall ist die Schließung durch das Gesundheitsamt aufgrund eines Salmonellenbefalls.

Aktuell haben wir es jedoch in der Masse mit so genannten „Auflagen“, bzw. „Allgemeinverfügungen“ zu tun. Das ist leider im Sinne der Bedingungen nicht das Gleiche und dürfte in den meisten Fällen keine Zahlung der Versicherung auslösen.

Hier finden Sie dazu eine Einschätzung / einen Artikel der Rechtsanwältin Dr. Tamara Knöpfel

Hier finden Sie Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen aus Ihrer Betriebsschließungsversicherung der Kanzlei Wirth

Gerne können wir als Versicherungsmakler in Ihrem Auftrag Ihre Vertragssituation prüfen und sie zudem für die Zukunft bestmöglich aufstellen!

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